Wappen der Gemeinde
Darstellung:
In Blau ein erhöhter goldener Dreiberg, belegt mit einem sechsspeichigen roten Wagenrad über einem blauen Wellenbalken.
Erläuterung:
Die drei goldenen Berge sollen die Höhen des Langenberger Forstes und den Geestrücken symbolisieren, der die Gemeinde im Norden begrenzt.
Die Speichen symbolisieren die sechs ursprünglichen Gemeinden Enge, Sande, Soholm, Schardebüll, Engerheide und Knorburg, aus denen Enge-Sande 1974 gebildet wurde.
Eine andere Deutung besagt, das sechsspeichige Wagenrad gelte als Attribut für die heilige Katharina, die Schutzpatronin der Kirche, die gerädert werden sollte, aber durch einen Blitzschlag davor bewahrt wurde.
Das Wellenband ist das Symbol für die Soholmer Au, die das Gemeindegebiet zum Süden hin begrenzt.
Ortsteile
Am 01.02.1974 vereinigten sich die ehemals selbstständigen Gemeinden Enge, Engerheide, Knorburg, Sande, Schardebüll und Soholm zur Gemeinde Enge-Sande.
Enge
Der Ortsteil Enge weist aufgrund von Funden, die etwa 14.000 Jahre zurückliegen, bereits auf eine Besiedelung in der Steinzeit hin. Das Dorf wird im Norden vom hügeligen Langenberg, einem ca. 420 ha großen Staatsforst, der 1878 von Strafgefangenen aus Glücksstadt unter der Leitung von Carl Emeis aufgeforstet wurde, umsäumt. Er wird vom historischen westlichen Ochsenweg durchkreuzt.
Engerheide
Engerheide ist ein kleiner, historisch eigenständiger und naturnaher Ortsteil, dessen Charakter durch Einzelhöfe, Landwirtschaft und die weite Landschaft am Rand des Langenberger Forstes geprägt wird. Engerheide war schon immer klein. 1896 lebten hier rund 84 Menschen, 1911 etwa 106 und 1970 noch 56.
Knorburg
Knorburg ist – mit 31 Einwohnern in 11 Häusern, der kleinste der 6 Ortsteile der Gemeinde Enge-Sande und grenzt im Norden an die Gemeinde Stadum und im Osten an die Gemeinde Lindewitt, Ortsteil Riesbriek, die zum Kreis Schleswig-Flensburg gehört.
Sande
… wie der Ortsname schon sagt, gehört zur Gemeinde Enge- Sande, auch das Dorf Sande.
Gelegen an der Bundesstraße 5. Diese Straße machte mitten im Dorfmittelpunkt, eine scharfe 45 Grad Kurve, sie wurde von den Dänen 1857 – 1860 als erste Kunststraße gebaut, für die Dänen eine Straße, um schneller Militär an die Grenze zu transportieren.
Schardebüll
Der Ortsteil Schardebüll ist zum einen das an der Straße von Enge nach Soholm gelegene Straßendorf. Hier reihen sich mit dem Rücken zur südlich der Dorfstraße verlaufenden Soholmer Au nur noch wenige landwirtschaftliche Betriebe, die sich auf Aufzucht von Rindern spezialisiert haben und einige inzwischen aufgegebene Landwirtschaften und hübsche Resthöfe.
Soholm
Der Name Soholm soll der Sage nach daher rühren, dass bei der Wasserflut 1362, als die Nordsee bis tief in das Landesinnere eindrang, einige Flüchtlinge dort eine Insel vorfanden, auf der eine tote Sau angetrieben worden war. Sie beschlossen, auf diesem sicheren Ort zu bleiben und nannten Ihren Wohnplatz "Soholm" (jütisch Saa = Sau und Holm = Insel). Diese Sage will den Ortsnamen erklären, es mag etwas Wahres daran sein.